Wie führe ich eine Kaplan-Meier-Analyse mit XLSTAT-Life durch?
Eine Excel-Mappe mit den Daten und den Ergebnissen, die in diesem Tutorial behandelt werden, kann hier heruntergeladen werden. Die Daten stammen aus [Gehan E.A. (1965). A generalized Wilcoxon test for comparing arbitrarily singly-censored samples. Biometrika, 52, pp 203223] und stellen eine zufällige klinischen Versuch zur Untersuchung des Effekts des Wirkstoffs 6-mercaptopurine auf die Remissionszeit (in Wochen) akuter Leukämiepatienten. Ziel ist es, zu bestimmen ob und wie der Wirkstoff die Überlebenszeit beeinflusst durch Vergleich der Überlebenskurve für zwei Gruppen von 21 Patienten, die erste unter der Behandlung und die zweite eine Kontrollgruppe. Bei allen 21 Patienten der Kontrollgruppe wurde eine Wiederkehr der Leukämie festgestellt. Nur 9 der 6-MP Patienten wiesen eine Rekurrenzzeit auf, während die 12 übrigen zensiert wurden.
Nach dem Öffnen von XLSTAT, wählen Sie den Befehl XLSTAT/XLSTAT-Life/Kaplan-Meier Analyse oder klicken Sie auf den entsprechenden Button in der Toolbar "XLSTAT-Life" (siehe unten).

Nach dem Klicken des Buttons erscheint das entsprechende Dialogfenster der Kaplan-Meier-Analyse. Sie können nun die Daten im Excel-Blatt auswählen. Die „Zeitvariable“ entspricht den Zeitspannen, nach denen die Patienten entweder rückfällig oder zensiert wurden. Die „Statusvariable“ beschreibt, ob ein Patient rückfällig (Ereigniskode =1) oder zensiert wurde (Zensurkode = 0) zu einem bestimmten Zeitpunkt. Um XLSTAT mitzuteilen, ob ein Patient zu Kontrollgruppe gehört, benötigen wir eine Gruppeninformation und aktivieren die Option „vergleichen“, so dass die Vergleichstest berechnet werden.

Die Berechnungen beginnen, sobald der Button "OK" geklickt wird. Die Ergebnisse werden angezeigt. Die Ergebnisse der ersten Gruppe werden zuerst angezeigt. Die erste Tabelle stellt eine Zusammenfassung der "6-MP" Patienten dar.

Die nächste Tabelle entspricht der "Kaplan-Meier Tabelle". Sie enthält die Ergebnisse der Kaplan-Meier Analyse mit einigen Indikatoren.

Dann werden einige Kurven dargestellt, insbesondere die Überlebensverteilungsfunktion (SDF, oder Überlebensfunktion), begrenzt durch Konfidenzintervalle. Die Kreise identifizieren die zensierten Daten.

Die nächste Tabelle gibt den Mittelwert und den Median der Überlebenszeit und das zugehörige Konfidenzintervall an. Einige Werte können fehlen, da diese nicht berechnet werden konnten.

Im Anschluss wird die gleiche Serie an Ergebnissen für die Kontrollgruppe angezeigt.



Man bemerkt, dass der Median der Überlebenszeit viel kleiner für die Kontrollgruppe wie für die 6-MP Gruppe (8.667 gegenüber 21.943).

Dann können die beiden Gruppen verglichen werden. Zunächst wird eine Serie von Tests in einer Tabelle angezeigt. Anhand der Ergebnisse kann man sehen, dass der Unterschied zwischen den beiden Überlebensfunktionen sehr signifikant ist.

Zuletzt erlaubt der Vergleich der beiden Überlebenskurven zu schließen, dass der Wirkstoff die Überlebenszeit der Patienten signifikant positiv beeinflusst.

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